Martin Rosenberger vom RC Ybbs bewältigt den Ötztaler Radmarathon

227 Kilometer, rund 5.500 Höhenmeter und etwa 100 Kilometer bergauf: Der Ötztaler Radmarathon zählt zu den härtesten Radmarathons im europäischen Raum und stellt eine der größten Herausforderungen im Hobby-Radsport dar. Vier lange Alpenpässe, hochalpine Streckenabschnitte und teils extreme Temperaturen fordern die Teilnehmer körperlich und mental.

Martin Rosenberger stellte sich dieser Herausforderung für den Radclub Ybbs an der Donau und bewältigte die Strecke von Sölden über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch. Den Auftakt bildete das Kühtai mit rund 18 Kilometern und etwa 1.200 Höhenmetern. Danach folgte der Brenner, der sich über rund 38 Kilometer und etwa 800 Höhenmeter zieht. Hier galt es für Rosenberger vor allem, eine passende Gruppe zu finden, deren Tempo mit Blick auf die noch bevorstehenden Anstiege nicht zu hoch war.

Besonders hart wurde es am Jaufenpass. Auf rund 15 Kilometern waren etwa 1.100 Höhenmeter zu bewältigen. Bei einer vom Radcomputer angezeigten Asphalttemperatur von annähernd 40 Grad wurde der Anstieg für Rosenberger vor allem zu einer mentalen Herausforderung. Beinahe, so seine Einschätzung, hätte es ihm dort „den Stecker gezogen“.

Am Timmelsjoch, dem letzten und höchsten Anstieg des Tages, lief es hingegen wieder deutlich besser. Die rund 29 Kilometer lange Auffahrt mit knapp 1.800 Höhenmetern hinauf auf 2.474 Meter Seehöhe bewältigte Rosenberger körperlich und mental in guter Verfassung.

Nach 11:44:46,5 Stunden Gesamtzeit inklusive Pausen und Standzeiten erreichte er das Ziel in Sölden und belegte Rang 2.828 in der Männerwertung. Im Nachhinein blieb für Rosenberger die Erkenntnis, dass die Pausen vermutlich etwas zu lange ausgefallen waren.

Erfreulich war auch die starke Frauenbeteiligung: 432 Frauen standen gemeinsam mit 3.847 Männern am Start. Ein Zeichen dafür, dass die anspruchsvolle Herausforderung des Ötztalers zunehmend auch Frauen begeistert.

Für Martin Rosenberger endete damit ein langer und anspruchsvoller Renntag erfolgreich im Ziel von Sölden. Einen Startplatz für den Ötztaler zu bekommen, gilt bereits als Privileg: Für die diesjährige Auflage gingen mehr als 25.000 Bewerbungen für knapp über 4.000 Startplätze ein. Für viele Radsportler ist es ein großer Traum, einmal selbst am Start zu stehen und den Mythos Ötztaler erfolgreich zu finishen. Mit seiner Zielankunft konnte Rosenberger genau diesen Traum verwirklichen.