24 Stunden im Sattel

408,5 Kilometer: Alexander Simeonidis-Huber vom RC Ybbs bewältigte den 24-Stunden-Radmarathon in Grieskirchen.

VON MICHAEL BOUDA NÖN

Als in Grieskirchen längst die Nacht über dem Rundkurs lag, zählte für Alexander Simeonidis-Huber vor allem eines: weiter treten. Der Athlet des RC Ybbs absolvierte beim 24-Stunden-Radmarathon in der Stadt im Hausruckviertel 408,5 Kilometer und erfüllte sich damit einen Traum.

Der Start mit einem Rekord-Teilnehmerfeld erfolgte um 12 Uhr. Für Simeonidis-Huber wurden bereits die Nachmittagsstunden zur Belastungsprobe: Zwischen 14 und 19 Uhr verlangte die Hitze den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel ab. Der Ybbser setzte auf ein kontrolliertes Tempo, regelmäßige Flüssigkeitszufuhr sowie kleine Portionen mit Riegeln und Gels.

Auf dem gut ausgeschilderten Rundkurs feuerten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer die Fahrerinnen und Fahrer an. Mit dem Abend wurden die Temperaturen angenehmer, in der Nacht prägten Stille, das Geräusch des eigenen Rades und die Lichter der anderen Teilnehmenden das Rennen. Gegen 4 Uhr setzte die Dämmerung ein, um 7 Uhr folgte eine weitere Essenspause.

Das lange Sitzen machte sich zunehmend bemerkbar. Wichtig wurde nun das Betreuungsteam, das Simeonidis-Huber mit Bananen und Zuspruch versorgte. Positiv hob er auch die Streckenmarkierung und die Absicherung gefährlicher Passagen durch die freiwillige Feuerwehr hervor.

Nach 24 Stunden erreichte Simeonidis-Huber das Ziel. Hinter ihm lagen Hitze, Nacht, Müdigkeit und 408,5 Kilometer auf dem Kurs von Grieskirchen.

Bildunterschrift:
Alexander Simeonidis-Huber beim 24-Stunden-Radmarathon in Grieskirchen. „Als ich nach 24 Stunden das Ziel erreicht hatte, war ich überglücklich. Die letzten Stunden waren anstrengend, aber ein kleiner Lebenstraum ging in Erfüllung.“
Foto: RC Ybbs